Die Burganlage wird 1689 ein Opfer der Brandschatzungen durch die französischen Truppen Ludwigs XIV. Jahrelang bot sie ein Bild der Verwüstung. Erst 1700 erfolgt der Wiederaufbau unter Kurfürst Johann Hugo von Orsbeck.

 

Auch Mayen litt unter den militärischen Operationen der französischen Rheinpolitik im 17. Jahrhundert. Besonders die Jahre 1673 und 1688/89 brachten eine Zerstörung und Ausplünderung des Landes. Im Mai 1689 steckten französische Truppen die kurfürstliche Burg in Brand; im August wurde ein großer Teil der Stadt zerstört.

Erst 1700 begann der Kurfürst Johann Hugo von Orsbeck mit dem Wiederaufbau seiner Burg zu einer schlossartigen Anlage. Der ehemalige Palas wurde in barocken Formen wiederaufgebaut und aufgestockt. Moderne, regelmäßige Fensterreihen gliederten nun die Fassade; die Türme erhielten geschweifte, welsche Hauben.

Im neuen Gebäude richtete sich der Kurfürst besondere Räume ein, die er bei seinen Aufenthalten in Mayen, etwa zur Jagd, bewohnte. Das restliche Gebäude bezog die kurtrierische Verwaltung des Oberamtes Mayen mit seinem Leiter, dem Kellner und Amtsverwalter. Bis zur Besetzung des Kurstaates durch französische Revolutionstruppen 1794 lenkten sie von hier aus die Geschicke des Mayener Amtes.