Seltenes und Kurioses aus den Magazinen des Eifelmuseums
Es ist das Los von Themenmuseen, wie dem Eifelmuseum, nur noch einen Bruchteil seiner »Schätze« zeigen zu können. Viele der von den Museen geretteten Kulturgüter schlummern in den Regalen der Magazine.
Aus den dort lagernden umfangreichen Beständen möchte das Eifelmuseum von Zeit zu Zeit sehenswerte Objekte ans Tageslicht holen und der Öffentlichkeit vorstellen. Es geht bei diesen Exponaten aber nicht nur um das vermeintlich Wertvolle und Kostbare, sondern auch um das scheinbar Wertlose, um das Nützliche oder Unnütze, um das Interessante, das Alltägliche oder gar das Vergessene; es geht vor allem aber wieder um die den Objekten jeweils anhaftende Geschichte, die neu erzählt werden muss.
Aktuell:
Donnerstag, den 29. März 2012
Eifelmuseum, Foyer, 19:30 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung
aus der Reihe »Schätze ans Licht« - Seltenes & Kurioses aus den Magazinen des Eifelmuseums
Geschirr für jeden Tag!
Kannen & Vasen aus Mayener Töpfereien
Die große Bedeutung der römischen und mittelalterlichen Töpfereien von Mayen ist nicht zuletzt durch die 1986/87 im Vorfeld der Genovevaburg erfolgten spektakulären Ausgrabungen in Europa bekannt. In Vergessenheit geriet dagegen das Wissen um die Mayener Keramikwerkstätten, die sich in der Neuzeit vor Ort halten konnten und weiterhin Tonwaren herstellten. Für die Zeit des 17. bis 19. Jahrhunderts ist beispielhaft die Töpferei der Familie Meurer zu nennen, wo bunt bemalte Irdenware, sogenannte »Bauernkeramik«, mit einem großen Formenspektrum produziert wurde. Nach dem 1. Weltkrieg sorgte dann der Mayener Burgbesitzer Arend Scholten dafür, dass in der Genovevaburg eine Kunsttöpferei eingerichtet wurde. Hier entstanden unter dem Label »Genovevaburgtöpferei Mayen« qualitätvolle Gefäße, die sich durch farbenprächtige Glasuren und Bemalungen auszeichneten. Erstmalig zeigt die Ausstellung Erzeugnisse dieser Werkstatt.


