Hier erstattet der GAV Bericht über Aktuelles aus der Vereinsarbeit.
Hier berichtet aber auch die Presse über die aktuelle Arbeit des GAV.
Und hier sagt der GAV seine Meinung zu aktuellen Fragen und drängenden Problemen rund um die Landeskunde.

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Eine weitere Publikation des GAV soeben erschienen!

Weitere Information folgt in Kürze.


Marzena Kessler & Nicole Graf

Fronhof des Stifts St. Florin in Obermendig.

Mayen 2018, 68 S., 60 Abb.
ISBN 978-3-930821-29-7

Im Buchhandel oder über den GAV

9.50 €

 

 

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Die Maler Fritz von Wille und Heinrich Thiel kommen ins Museum
Abteilung »Eifelmaler« ergänzt . Digitale Gemäldeausstellung geplant

Mayen . Neue Zugänge kann das Eifelmuseum freudig vermelden. In die Gemäldesammlung des Museums kamen nun Bilder der beiden »Eifelmaler« Fritz von Wille und Heinrich Thiel. Dank einer großzügigen Spende konnte ein Erwerb der Bilder durch den Geschichts- & Altertumsverein ermöglicht werden.

 Kaum ein Museum in der Eifel kommt ohne sie aus: die »Eifel-Maler-ei«. Unter Eifelmaler versteht man heute Maler, die entweder ganz oder teilweise in der Eifel gelebt haben. Zu ihnen zählt man aber auch solche Künstler, die hierher kamen und Land und Leute mit dem Pinsel auf Leinwand festhielten. Die Eifelmalerei ist schon lange zu einem festen Genre geworden. Seit dem Jahr 2000 gibt es gar einen Förderverein »Maler der Eifel«, der in Gemünd ein besonderes KunstForumEifel ins Leben rief. Seit 2016 bereitet eine »Forschungsgruppe Eifelmaler« ein enzyklopädisches Werk vor, das schon jetzt über 1.500 Maler zählt.

Die Eifelmalerei zählt auch zu den Schwerpunkten der Sammlung am Eifelmuseum. Im Netzwerk der vielfältigen Aktivitäten in der Eifel richtet das Museum seine Tätigkeit auf Maler aus, die ihre Motive im Osten der Eifel gefunden haben. Künstler wie Curtius Schulten, Alfred Holler, Johannes von Metzler, Theodor F. Funck, Georg Hesse und Emil van Hauth, sind mit ihrem Bild von der Eifel hier ebenso zu sehen, wie die Landschafts- und Burgansichten eines Fritz von Wille. Er gilt als der Eifelmaler schlechthin. Wie kaum ein anderer hat er die Eifeler Kulturlandschaft gemalt. Nunmehr konnte für das Museum ein Bild erworben werden, das die schon lange untergegangene, einst aber charakteristische Heidelandschaft zeigt. Auch die schon beachtliche Sammlung des Mayener Malers Heinrich Thiel konnte um ein weiteres Bild ergänzt werden: Ein großformatiges Gemälde der Genovevaburg in Abendstimmung nennt das Museum nun sein Eigen.

Die »neuen« Bilder fügen sich hervorragend in die Sammlung ein. Das ein Erwerb der Bilder überhaupt möglich wurde verdankt der GAV wieder einmal der Unterstützung der Reichskronen Apotheke Dr. Schlags, die schon zum wiederholten Mal dem Eifelmuseum beim Aufbau seiner kunsthistorischen Sammlung finanziell unterstützt hat. 

Nicht alles kann in aktuellen Ausstellungen gezeigt werden. Das Meiste befindet sich in Magazinen, wird dort pfleglich erhalten und wartet darauf, anlässlich besonderer Anlässe und Ausstellungen gezeigt zu werden. Aber auch hinter den Kulissen bedürfen die Kunstobjekte der Pflege und Erschließung. Derzeit wird im Alten Arresthaus die Kunstsammlung komplett neu aufgenommen und restauriert. Mittelfristiges Ziel wird es sein, auch die derzeit nicht zugänglichen Werke auf geeigneten Plattformen und Portalen online zugänglich zu machen. Angesichts der allenthalben riesigen Bestände in den Magazinen der Museen wird dem digitalen Museum zukünftig eine eigene Bedeutung zu kommen. Hierfür will sich das Eifelmuseum derzeit rüsten.

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Die Geschichte des Brückentors entschlüsselt

Über eine ungewöhnliche Entdeckung in Mayen haben sich in den vergangenen Wochen Forscher den Kopf zerbrochen.
Unter der Tordurchfahrt des Brückentors gibt es ein historisches Kellergewölbe, das im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten war. Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, hat nun der GAV auf eigene Kosten eine Bauaufnahme vornehmen lassen.
Diese Bauaufnahme bringt Erstaunliches zu Tage.

Siehe: Presseartikel

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Überraschung am Eifelarchiv

Buch zur Zunftgeschichte von Mayen und Mendig erworben.

Über 300 Jahre altes Amtsbuch konnte gerettet werden.

Mayen/Mendig . Überraschungen gibt es auch am Eifelarchiv immer wieder: So konnte der Geschichts- & Altertumsverein ein einzigartiges Dokument zur Wirtschafts- und Handwerkgeschichte von Mayen und Mendig auf einem Trödelmarkt erwerben. Es handelt sich um das verschollen geglaubte Bruderschaftsbuch der Steinhauerzunft von Mayen, Ober- und Niedermendig, das bei der Gründung gegen Ende des 17. Jahrhunderts angelegt wurde.

(Das Amtsbuch ist in einem Schmalfolioformat angelegt worden. Die ersten Eintragungen beginnen mit der Gründung der Steinhauerzunft im Jahre 1677.)

Nach der Fachsprache des Archivwesens handelt es sich um ein sogenanntes Amtsbuch. Es wurde im Schmalfolio-Format angelegt. Als Einband diente ein spätmittelalterliches Pergamentblatt mit auf den Kopf gestellten Texten aus dem Evangelium nach Johannes. Hierbei handelt es sich um die oft anzutreffende Wiederverwendung eines nicht mehr benötigten, älteren Pergamentblattes, mit dem man den Inhalt des Amtsbuches schützen wollte. Für das Buch selbst wurde Papier verwendet.

Das von wechselnden Händen geschriebene Amtsbuch wurde gemäß Angabe auf dem Titelblatt für die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft 1677 angelegt und bis zum Jahr 1936 nahezu kontinuierlich geführt. 1677 ist das Jahr, in dem die Steinhauer zusammen mit den Maurern und Schreinern aus der Hämmerzunft ausschieden, um eine eigene Organisation zu bilden. In ihr waren nicht nur die Bauhandwerker Mayens, sondern auch die von Ober- und Niedermendig, vor allem Steinhauer, vertreten. Eingetragen wurden die Daten und Namen der neu aufgenommenen Meister, zum Teil mit ergänzenden Angaben. Für das Jahr 1890 hat man eine komplette Liste der Meister angelegt, die 110 Namen enthält.

Über das Schicksal des Buches ist nicht sehr viel bekannt. Es wurde in den Reihen der Zunft von Amtsträger zu Amtsträger weitergeben und befand sich bis zu seinem letzten Eintrag in den Händen eines Zunftangehörigen. Wie so oft im Betrieb von Vereinen und Organisationen ging das Stück dann in privaten Haushalten unter, wurde dort vererbt und landete schließlich beim Trödler. Mit nicht unerheblichem Aufwand konnte der Geschichts- & Altertumsverein nun das Amtsbuch zurück erwerben.

Bei dem vorliegenden Zunftbuch handelt es sich um eine einmalige Quelle von hohem Wert für die Personen-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Mayen und Mendig. Es ist selten, dass Amtsbücher über einen so langen Zeitraum wie im vorliegenden Falle geführt werden. Das Eifelarchiv verfügt bereits über eine beachtliche schriftliche Überlieferung zur Zunftgeschichte. Dort ist das Bruderschaftsbuch nun eine willkommene Ergänzung der Bestände.

 

 

 

(Neu im Eifelarchiv wurde nun ein verschollen geglaubtes Amtsbuch der Steinhauerzunft von Mayen und Mendig aufgenommen, das über einen selten langen Zeitraum, nämlich von 1677 bis 1936 kontinuierlich geführt wurde. Dr. Wolfgang Zäck und Bernd Schäfer, beide ehrenamtliche Helfer des Geschichts- & Altertumsvereines im Archiv, begutachten das „neue“ Stück.)

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Geschichten und Bilder vom Zuckertoni

Der Intendant der Mayener Burgfestpiele, Herr Daniel Ris, sammelt Geschichten, persönliche Erlebnisse - in erster Linie "wahre" aber auch "Verzellscher" über den Mayener Bürger Anton Kohlhaas. Aus diesem Anlass zeigen wir die Sammlung der vorhandenen Fotos aus dem Archiv des Geschichts- und Altertumsvereins -GAV.

Bitte mailen Sie die Geschichten und Erlebnisse an: zuckertoni@burgfestspiele-Mayen.de. Jede noch so geringe Kleinigkeit ist von besonderem Wert.

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