Die Vorträge des GAV waren früher als sogenannte »Mitgliederversammlungen« eine reine Vereinssache. Heute richtet sich die Vortragsreihe als offenes Angebot allgemein an ein landeskundlich interessiertes Publikum.
Seit 1990 werden die Vorträge mitten im Eifelmuseum - »Museums-Vorträge« - veranstaltet. Meistens stehen sechs Themen pro Jahr auf dem Programm. Sie finden in der Regel donnerstags, 20 Uhr, im Foyer des Eifelmuseums (Ebene 0) statt; der Eintritt ist frei.
Nächster Vortrag:
8. November 2012
Donnerstag,
Eifelmuseum, Foyer 20 Uhr, Eintritt frei
Bewahren ohne Bekennen?
Das katholische Milieu Mayens im Nationalsozialismus
Matthias Durben
Die Katholische Kirche blieb die einzige nicht gleichgeschaltete Institution im Dritten Reich. In den Neunziger Jahren wurde den Katholiken von Seiten der historischen Wahlforschung eine überwiegende Immunität gegenüber dem Nationalsozialismus attestiert. Das Widerstandspotenzial des Katholizismus ist bis heute kontrovers diskutiert.
Mayen, eine katholische Stadt seit dem Mittelalter, entwickelte sich im Kaiserreich zu einer Arbeiterstadt mit ausgeprägten katholischen Milieustrukturen. Es stellt sich nun die Frage, wie der totalitäre NS-Staat in einer katholischen Kleinstadtgesellschaft funktionierte: Bildete das katholische Milieu eine (ideologische) Opposition? Gab es Widerstand der Katholiken und welche Formen nahm dieser an?

