1. Halbjahr 2016

18. Februar 2016

Donnerstag
Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Mayen und sein Umland im Früh- und Hochmittelalter
Dr. Lutz Grunwald, RGZM, Forschungsbereich VAT Mayen

Sowohl in der römischen Epoche als auch im Spätmittelalter war Mayen ein wichtiger Wirtschafts-, Festungs- und Verwaltungsort. Doch welche Bedeutung besaß der Ort vom 6. bis in das 13. Jahrhundert? Wie bedeutend war Mayen etwa zur Zeit Karls des Großen?
Der Vortrag beleuchtet Mayens Entwicklung und das seines Umlandes im Früh- und Hochmittelalter. Angesichts der Wikinger- und Ungarnbedrohung war diese Zeit alles andere als friedlich. Die Bevölkerung von Mayen überstand aber alle Gefahren und Krisenzeiten. Es wird über Wirtschaft und Handwerk, über das frühe Christentum und ihre Kirchenbauten ebenso zu berichten sein, wie über die Lebensumstände im Mayengau des Mittelalters.

3. März 2016

Donnerstag
Eifelmuseum, Foyer 20 Uhr
Eintritt frei

Die Grafen von Virneburg als Bauherren von Befestigungen in der Osteifel
Achim Schmidt, GDKE, Landesarchäologie Koblenz

Ab Anfang des 12. Jahrhunderts beginnt der Aufstieg der Grafen von Virneburg zu einem mächtigen Dynastengeschlecht. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts taten sie sich als Schöpfer architektonisch bedeutsamer Befestigungsanlagen in der Osteifel hervor. Neben der namengebenden Burg sind dies die beiden Burgen und die Ortsbefestigung von Monreal. Aktuelle Ergebnisse aus Vermessung und Bauforschung stellen die baulichen Hinterlassenschaften der Virneburger zueinander in den Kontext und verdeutlichen die territorialen Absichten dieses bedeutenden Adelsgeschlechtes in Eifel und Maifeld.

7. April 2016

Donnerstag
Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr

Magische Eifel
Norbert Knauf, Euskirchen

Eifeler Volksglauben verbindet seit Jahrhunderten christliche Bräuche mit heidnischen Praktiken. An spätmittelalterlichen Bauten begegnet man vermeintlichem Teufelswerk und Relikten des Aberglaubens. Überkommene religiöse Praktiken versetzen in vergangene Zeiten und immer noch bedient man sich in der Eifel okkulter Techniken um Alltagsprobleme zu meistern.
Um das Magische und geheimnisvolle der Eifel zu entdecken, besuchen wir besondere Orte, die im Aberglauben der Bevölkerung ihren Ursprung haben, eine christliche Überlieferung bewahren oder beides verbinden. Wir folgen den Spuren der Hexenverfolgungen und erfahren von den subtilen Bemühungen einer geistlichen Elite, die widerspenstigen Eifeler wieder zum wahren Glauben zu führen.

2. Halbjahr 2016

29. September 2016

Donnerstag
Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Burgenbau zwischen Andernach und Mayen
Udo Liessem, Koblenz

Die Landschaft zwischen Rhein und Eifel ist auch eine Burgenlandschaft. Die vielen befestigten Orte in der Pellenz und dem Maifeld sind Ausdruck der hier im Hoch- und Spätmittelalter sich herausbildenden Territorien und ihrer konkurierenden Landesherren. Die Erzbischöfe von Trier und Köln standen sich in diesem Raum gegen- über, der einstmals von den rheinischen Pfalzgrafen beherrscht wurde. Zahlreiche Burgen aus vielen Jahrhunderten zeugen von diesem Kräftespiel, dem auch Mayen seine Burg verdankt. Der Vortrag gibt einen Überblick über den reichen Festungsbau in dieser Landschaft.

27. Oktober 2016

Donnerstag
Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Stadt und Stift Mayen
Prof. Dr. Wolfgang Schmid, Winningen

Für die mittelalterlichen Städte der Eifel war der Dreiklang von Stadt, Burg und Stift charakteristisch, der ihren Platz im Gefüge der geistlichen und weltlichen Territorien bestimmte. Noch heute wird das Erscheinungsbild von Münstermaifeld und KobernGondorf, von Kyllburg und Münstereifel von den großen Stiftskirchen bestimmt. Dass auch Mayen eine Stiftsstadt war, ist weithin unbekannt. Im Zuge des Ausbaus der Amtsstadt wurde 1326 das Augustiner-Chorherrenstift von Lonnig hierher verlegt, dessen Geschichte und Funktion bis zu seiner Auflösung 1601 im Mittelpunkt des Vortrages stehen. Eine wichtige Quelle zur Geschichte der Clemenskirche und zum Verhältnis von Stadt und Stift sind dabei die 40 erhaltenen Grabplatten.

Donnerstag, 1. Dezember 2016
20 Uhr, Eifelmuseum, Foyer
Eintritt frei!

>>Eifelgold<<
Von Goldschätzen, Glücksrittern und dem »Eifeler Goldrausch<<
Norbert Knauf, Euskirchen

Mit »Eifelgold« bezeichnet man heute meist den blühenden Ginster. Dass es aber in der Eifel auch echtes Gold zu finden gibt, ist den Wenigsten bekannt! Schon zu Zeiten der Kelten und Römer wurde in der Eifel nach Gold gesucht. Im Barock nahm die Suche nach dem Gold der Eifel groteske Formen an und als man dann an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die verschollenen Fundplätze der Kelten wieder entdeckte, setzte in der Eifel ein wahrer »Goldrausch« ein.

Mit originellem Bildmaterial wird im Vortrag die spannende Geschichte des echten Eifel-Goldes nachgezeichnet und auch auf die Frage nach seiner Herkunft eingegangen.