Seltenes und Kurioses aus den Magazinen des Eifelmuseums

Es ist das Los von Themenmuseen, wie dem Eifelmuseum, nur noch einen Bruchteil seiner »Schätze« zeigen zu können. Viele der von den Museen geretteten Kulturgüter schlummern in den Regalen der Magazine.

Aus den dort lagernden umfangreichen Beständen möchte das Eifelmuseum von Zeit zu Zeit sehenswerte Objekte ans Tageslicht holen und der Öffentlichkeit vorstellen. Es geht bei diesen Exponaten aber nicht nur um das vermeintlich Wertvolle und Kostbare, sondern auch um das scheinbar Wertlose, um das Nützliche oder Unnütze, um das Interessante, das Alltägliche oder gar das Vergessene; es geht vor allem aber wieder um die den Objekten jeweils anhaftende Geschichte, die neu erzählt werden muss.

Donnerstag, 25. Oktober 2018
Eifelmuseum Mayen, Foyer, 19 und 20 Uhr

Schätze ans Licht:

Das älteste Fotoalbum der Eifel

19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung
Bürgermeister Rolf Schumacher,
Museumsdirektor Dr. Bernd C. Oesterwind

 

 

Es ist schon ein schöner Zufall, dass vom ältesten Fotoalbum der Eifel ausgerechnet in Mayen drei unterschiedlich gut erhaltene Exemplare erhalten sind. Die Fototypien stammen von dem Fotografen Charles Bernhoeft (1859-1933), Luxemburg. Sowohl die Eifelbibliothek als auch das Eifelarchiv bewahren die großformatigen, in einer Kassette zusammengestellten Blätter der frühen Fotografie. Weitere Einzelstücke gehören zum Bestand des Eifelmuseums.

Die vom Hauptkulturwart des Eifelvereins, Prof. Dr. Wolfgang Schmid, zusammengestellten Eifelbilder waren schon in Prüm, Bitburg und Daun zusehen und sollen zum Abschluss nun auch in Mayen gezeigt werden.

20 Uhr: Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Schmid, Uni Trier

1878 ließ sich der Fotograf Charles Bernhoeft (1859-1933) in Luxemburg nieder, wo er 1891 zum großherzoglichen Hoffotografen ernannt wurde. Neben Porträts von Zeitgenossen und Drucksachen zur Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt von 1891 ist er vor allem durch die Herstellung von Postkarten und von großformatigen Mappen hervorgetreten. Das von ihm entwickelte Druckverfahren der Fototypie ermöglichte eine bis dahin unbekannte Bildqualität. 1896 erschien sein »Eifel-Album« mit 47 Tafeln im Format 37 x 46 cm. Sie zeigen nicht nur die frühesten Ansichten von Prüm, Daun und Mayen, sondern auch zahlreiche Burgen, Schlösser, Klöster sowie wildromantische Landschaftsaufnahmen.