Museumsvorträge 1. Halbjahr 2018

Donnerstag, 15. März 2018

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Schätze aus dem Schoß der Eifel – Von Eifeler Blei-Erzen,
ihrer Entstehung und ihrer Verwendung

Norbert Knauf, Besucherbergwerk »Grube Wohlfahrt«, Hellenthal

Abb.: Abbaustrecke in der »Grube Wohlfahrt« bei Hellenthal


Schon im ausgehenden Mittelalter sind Bleierze aus der Eifel hoch begehrt. Dabei waren die Vorkommen im Nordwesten der Eifel ergiebiger als die im Südosten. Auch standen in den beiden Bereichen unterschiedliche Erzqualitäten an, die auf die jeweilig unterschiedlichen Bildungsbedingungen zurückzuführen sind.Im Vortrag werden diese Unterschiede am Beispiel von Erzgruben bei Mayen, Hellenthal und Mechernich vorgestellt und manch Wissenswertes und auch Verblüffendes über die unterschiedliche Verwendung Eifeler Bleierze berichtet. Unter anderem gibt eine »virtuelle Grubenfahrt« Einblick in die Arbeitswelt der Bergleute im 19. Jh. und lässt den Betrachter den Zauber der Eifeler Untertagewelt und die Pracht der mineralischen Bildungen erleben.     Abb. Text: Abbaustrecke in der »Grube Wohlfahrt« bei Hellenthal.

Donnerstag,12. April 2018

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Archäologie von ungeahntem Ausmaß – Die römischen Töpfereien
von Speicher und Herforst (Südeifel)

Dr. Angelika Hunold & Dr. Holger Schaaff, RGZM, VAT Mayen

Seit mehr als 150 Jahren ist in der Archäologie bekannt, dass 30 Kilometer nördlich der römischen Kaiserresidenz Trier ein Töpferzentrum von europäischem Rang bestand. Ähnlich wie in Mayen wurden dort ungeheure Mengen an Keramik produziert. Im Lauf der Zeit sind mehr als 30 Werkstattkomplexe des 2. bis 5. Jh. entdeckt worden. Doch wegen seiner großen Ausdehnung von mehr als 6 km2 konnte das Töpferzentrum nie umfassend untersucht werden. Das möchte das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz und Mayen nun ändern – zusammen mit der Landesarchäologie Trier, der Universität Frankfurt und dem Ludwig-Boltzmann-Institut in Wien. Erste Untersuchungen haben bereits jetzt Spektakuläres erbracht.

Donnerstag,  3. Mai 2018

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Friedhofskonflikte in der Eifel im Kulturkampf

Prof. Dr. Wolfgang Schmid, Uni Trier

Abb.: Friedhof St.Veit, Mayen, vor 1900

 

Als nach 1815 die Preußen ins Rheinland kamen, beanspruchten sie nicht nur evangelische Bethäuser und Kirchen, Kindergärten und Schulen sowie Krankenhäuser, sondern auch einen Platz auf dem Friedhof. Hatte das Bistum Trier dagegen zunächst nichts einzuwenden, so schaukelten sich die Konflikte durch die zunehmende Zahl der Einwanderer und dann durch den Kulturkampf immer mehr hoch. Der Vortrag untersucht anhand von Beispielen aus dem Großraum Mayen-Koblenz die Ursachen, den Verlauf und die Folgen dieser Konflikte, die kurz vor dem 1. Weltkrieg ihren Höhepunkt erreichten.