Museumsvorträge 2019 - 1. Halbjahr

   Donnerstag, 14. März 2019

   Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
   Eintritt frei

   Koblenz wird verschenkt

   Prof. Dr. Wolfgang Schmid, Universität Trier



Ende des Jahres 1018 schenkte Kaiser Heinrich II. dem Trierer Erzbischof Poppo den Königshof in Koblenz. Wer war der Kaiser, der das Bistum Bamberg gründete und später mit seiner Frau Kunigunde als Heiliger verehrt wurde? Wer war Poppo von Babenberg, der mit Waffengewalt den Bischofsthron eroberte, der mit dem hl. Simon ins Heilige Land reiste, der für diesen die Porta Nigra zu einer Wallfahrtskirche umbaute und auf den die Westfassade des Trierer Domes zurückgeht? Warum verschenkte er den Königshof und wie muss man sich Koblenz um das Jahr 1000 vorstellen? Wie wäre die Geschichte von Koblenz verlaufen, wenn die Stadt nicht an das Kurfürstentum Trier gefallen wäre?

 

Donnerstag, 11. April 2019

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Ein fast unerforschtes Ländchen: Das Maifeld in römischer und mittelalterlicher Zeit

Dr. Lutz Grunwald, RGZM, VAT Mayen

Die Erforschung des Maifelds fristet aus archäologischer und historischer Sicht ein kümmerliches Dasein. Für den römischen Zeitabschnitt liegt bis heute keine flächige Bearbeitung, für das Frühmittelalter nur wenige neuere Einzeluntersuchungen vor. Diese Situation ist gänzlich unverständlich, gestaltet sich die Geschichte des Maifeldes doch viel spannender und reicher, als jene etwa der Pellenz. Der Vortrag will einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Maifelds bieten und wird der Frage nach dem lange angenommenen Durchzug der Hunnen im Jahr 451 n. Chr. durch dieses Ländchen nachgehen.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr

Eintritt frei

Professor Carl Burger - der unbekannte Künstler
Aloys Einig, Mendig

Professor Carl Burger (1875-1950) war der erste Direktor der Steinmetzfachschule in Mayen, die er von 1922 bis zu seiner Pensionierung 1937 leitete. Von seiner Tätigkeit als Bildhauer zeugen Statuen und Reliefs, Grabmäler, Kapellen und Brunnen, Medaillen und Gemälde, Schnitzereien und Bronzearbeiten. Die enorme Schaffenskraft und die künstlerische Vielfalt des Künstlers sind Thema des Vortrags. Geboten wird ein Überblick über das breite Schaffensspektrum von Carl Burger anhand von Beispielen insbesondere in und um Mayen.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Die Genovevaburg auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Hans Schüller, Eifelmuseum

Die missliche bauliche Situation der Burg mit erheblichen statischen Mängeln und ihre aufwendige Sanierung mit Finanzhilfen von Bund und Land haben in letzter Zeit die Schlagzeilen der Medien beherrscht. Eine für die kommenden Jahre geplante Generalsanierung soll Abhilfe schaffen und zugleich die Burg für eine zeitgemäße Nutzung durch das Eifelmuseum und die Burgfestspiele fit machen.

Der Vortrag berichtet über die jüngere Baugeschichte, über die daraus resultierende bauliche Situation sowie die ehrgeizigen Pläne zu ihrer Sicherung und Erneuerung. Er stellt das fortgeschriebene Nutzungskonzept und das darauf basierende Ausstellungskonzept vor. Bis zum Jahr 2027 soll die Burg und das Museum als lebendiger Ort des Lernens und Erlebens hergerichtet und damit der im Jahr 2000 begonnene Neuausbau des Museums abgeschlossen werden

Donnerstag, 21. November 2019

Eifelmuseum, Foyer, 20 Uhr
Eintritt frei

Die Kreuzfahrerstadt Arsur - ein Deutsch-Israelisches Kooperationsprojekt

Annette Zeischka-Kenzler, M.A.,  Keramikmuseum Westerwald

Von 2012 bis 2016 fand in der Kreuzfahrerstadt Arsuf/Arsur ein überwiegend von der DFG gefördertes Forschungsprojekt der Universität Tübingen und Tel Aviv statt. Die Archäologin Annette Zeischka-Kenzler, die dieses Projekt leitete, erzählt die spannende Geschichte der alten Stadt Arsur, in der sich 1191 Richard Löwenherz und Saladin in der berühmten »Schlacht von Arsuf« gegenüberstanden.
Der Vortrag führt durch die wechselvolle Geschichte des Siedlungsplatzes von der persischen Gründung bis zur Wüstwerdung durch den Mamluken Sultan Baybars im Jahr 1265.